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Stadtgeschichte

Gedenkraum im Rathaus

Im Jahr 2002 wurde im Wiesbadener Rathaus am Schlossplatz ein Gedenkraum eingerichtet. Die Dauerausstellung thematisiert die Verfolgung der Wiesbadener Juden im Nationalsozialismus.

Der Gedenkraum im Rathaus mit Dauerausstellung und Präsentation des Projektes "memo38"
Blick in den Gedenkraum im Rathaus. Auf dem Monitor ist die Präsentation der ersten digitalen Rekonstruktion der alten Wiesbadener Synagoge zu sehen.

Widmung des Gedenkraums

Im Jahr 2002 wurde im Rathaus am Schlossplatz ein Gedenkraum eingerichtet, in dem die Geschichte Wiesbadens in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur in einer Dauerausstellung aufbereitet ist.

Außerdem wird das Projekt "memo 38 - Die virtuelle Rekonstruktion der Synagoge am Michelsberg" hier präsentiert. Eine Arbeitsgruppe der Wiesbadener Hochschule hat in Kooperation mit der Landeshauptstadt Wiesbaden und der Jüdischen Gemeinde Wiesbaden schon in den 1990er-Jahren eine erste virtuelle Rekonstruktion der alten Synagoge am Michelsberg entwickelt. Diese Rekonstruktion ist im Gedenkraum zu sehen.

Weiterhin präsentiert der Aktive Museum Spiegelgasse für deutsch-jüdische Geschichte in Wiesbaden e.V. hier regelmäßig seine "Erinnerungsblätter".

Dauerausstellung zur NS-Geschichte Wiesbadens

Die Ausstellung "...und dann waren sie weg" ist den in der Shoah ermordeten Wiesbadener Jüdinnen und Juden gewidmet. Präsentiert wird unter anderem das Schicksal von Paul Kester, geboren als Paul Kleinstrass, der in Wiesbaden aufgewachsen ist. Seine Eltern schickten ihn 1938 mit einem Kindertransport aus Wiesbaden nach Großbritannien. Seine Schwester und er überlebten, während seine Eltern und Großmutter in der Shoah ermordet wurden. Die Ausstellung erinnert außerdem an Mathilde Hofer, Familie Katzenstein aus Erbenheim und jüdisches Leben in Nordenstadt. Auch den Rabbinern der beiden Wiesbadener Jüdischen Gemeinden ist ein Teil der Ausstellung gewidmet. Weiterhin werden verschiedene Aspekte der Wiesbadener Erinnerungskultur präsentiert.

Der Gedenkraum wurde vom Aktiven Museum Spiegelgasse für Deutsch-Jüdische Geschichte in Wiesbaden e.V. eingerichtet. Den Auftrag zur Umsetzung wurde von der Landeshauptstadt Wiesbaden erteilt. Die Betreuung hat das Stadtarchiv Wiesbaden übernommen.

Öffnungszeiten

Der Gedenkraum kann zu den üblichen Öffnungszeiten des Rathauses besichtigt werden. Das Rathaus ist montags bis freitags von 7 bis 18.30 Uhr und samstags von 9 bis 15 Uhr geöffnet.

Literatur

Ausgewählte Informationen zu den Schwerpunkten der Ausstellung stehen hier zum Download zur Verfügung.

Weitere Informationen

Stadtarchiv

Anschrift

Im Rad 42
65197 Wiesbaden

Postanschrift

Postfach 3920
65029 Wiesbaden

Hinweise zum ÖPNV

ÖPNV: Haltestelle Kleinfeldchen/Stadtarchiv, Buslinien 4, 17, 23, 24 und 27 sowie Haltestelle Künstlerviertel/Stadtarchiv, Buslinie 18.

Öffnungszeiten

Öffnungszeiten des Lesesaals:

  • Montag: 9 bis 12 Uhr
  • Dienstag: 9 bis 16 Uhr
  • Mittwoch: 9 bis 18 Uhr
  • Donnerstag: 12 bis 16 Uhr
  • Freitag: geschlossen

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