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Stadtgeschichte

Orte der Erinnerung

Seit Anfang der 1990er Jahre sind viele Erinnerungsorte im öffentlichen Raum neu markiert - unter anderem am Michelsberg - sowie mit entsprechenden Hinweisen versehen worden.

Gedenkstätte für die ermordeten Wiesbadener Juden
Die Westseite der Gedenkstätte für die ermordeten Wiesbadener Juden am Michelsberg.

Entstehung der Gedenkstätten und Erinnerungsorte

Die Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus und das Gedenken an die Opfer der NS-Verbrechen in Form von Gedenkstätten, Erinnerungsorten und Gedenktagen beginnt in den 1980er Jahren. In Wiesbaden, wie in vielen deutschen Städten, sind es zuerst zivilgesellschaftliche Gruppen, die verschiedene Formen des Gedenkens initiieren. Die Initiativen aus der Bürgerschaft hat die Landeshauptstadt Wiesbaden aufgenommen und mit der Schaffung von Gedenkstätten und Erinnerungsorte etabliert. Die Gedenkstätten und Erinnerungsorte sind durch Informationstafeln ausgewiesen, denn die Landeshauptstadt Wiesbaden gedenkt dezentral an authentischen Orten, die über fast das gesamte Stadtgebiet verteilt sind. Gedenkstätten sind am ehemaligen Standort der in den Novemberpogromen 1938 zerstörten Synagoge und der ehemaligen Viehverladerampe hinter dem Wiesbadener Hauptbahnhof, von wo aus Jüdinnen und Juden, Sintizze und Sinti in die Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert wurden, entstanden. An Opfer von Medizinverbrechen und aus den Konzentrationslagern wird mit einem Ensemble auf dem Südfriedhof gedacht. Auf dem Abteil U 11 befindet sich ein Urnengrabfeld, in dem die Überreste von 171 Ermordeten bestattet wurden.

Die Landeshauptstadt Wiesbaden erinnert außerdem an den nationalen Gedenktagen an die Opfer des NS-Regimes. In jedem Jahr finden Zentrale Gedenkveranstaltungen rund um den 27. Januar und 9. November statt. Zum „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ am 27. Januar koordiniert das Kulturamt in jedem Jahr eine Veranstaltungsreihe. Am 9. November erinnern die Jüdische Gemeinde Wiesbaden, die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit gemeinsam mit der Landeshauptstadt Wiesbaden an die Pogrome gegen die jüdische Bevölkerung. Außerdem erinnern Gedenkveranstaltungen am 8. März und 1. September an die groß angelegten Deportationen. Am 8. März 1943 wurden die Wiesbadener Sintizze und Sinti über die Viehverladerampe des Schlachthofs nach Auschwitz deportiert. Von hier wurden bereits am 23. Mai, 10. Juni und 1. September 1942 die meisten Wiesbadener Jüdinnen und Juden in die Konzentrations- und Vernichtungslager verschleppt.

Übersicht

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