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Umwelt, Natur und Klima

Biodiversitätsverlust: Ursachen und Auswirkungen

Biodiversität umfasst mehr als nur die Vielfalt unterschiedlicher Arten. Auch die genetische Vielfalt innerhalb der Arten sowie die Vielfalt an unterschiedlichen Lebensräumen gehört zur Biodiversität.

Lichter Wald mit hohen, schlanken Fichtenstämmen und grünem Unterholz unter einem blau-weißem Himmel.
Artenarm und durch Schädlinge und Klimawandel zerstört: Fichtenforst

Die Haupt-Ursachen für den weltweiten Rückgang der Biodiversität sind

  1. Ökosysteme werden umgewandelt und zerstört (z.B. durch intensivere Landnutzung und zunehmende Bebauung)
  2. Menschen beuten Ökosysteme direkt aus (z.B. durch Abholzung oder Überfischung)
  3. Schadstoffe belasten die Umwelt (z.B. durch Einleiten giftiger Stoffe oder Überdüngung)
  4. Klimawandel (z.B. durch steigende Temperaturen, Trockenheit oder Extremwetterereignisse)
  5. Invasive Arten verdrängen einheimische Tier- und Pflanzenarten

Klimawandel und Biodiversität

Der Klimawandel ist zwar nicht die Hauptursache für den Biodiversitätsschwund, seine Bedeutung nimmt aber schnell zu. Vor allem in bereits geschädigten Ökosystemen führt er dazu, dass weniger Individuen überleben, Arten  lokal Aussterben und Lebensräume zerstört werden von.

Der Klimawandel wirkt sich auf unterschiedliche Weise auf die Biodiversität aus. Einige Beispiele:

  • Durch klimatische Veränderungen verändern sich Lebensräume und Ausbreitungsgebiete. So begegnen uns in Wiesbaden inzwischen Sittiche und die Asiatische Tigermücke, denen das warme Klima zusagt. Der Grasfrosch dagegen findet kaum mehr flache Tümpel, die er für seinen Nachwuchs benötigt.
  • Tieren und Pflanzen ändern ihr Verhalten. So brüten eine Vielzahl der bei uns heimischen Vögel in den inzwischen oft wärmeren Frühjahren deutlich früher. Der Kuckuck findet deshalb nach der Rückkehr aus seinem Winterquartier immer weniger Nester, in die er seine Eier legen kann.
  • Klimaveränderungen führen bei vielen Arten zu sinkenden Individuenzahlen. Dies hat zur Folge, dass beispielsweise der Feuersalamander immer seltener Fortpflanzungspartner findet.

Es gibt auch Tier- und Pflanzenarten, die von den sich ändernden klimatischen Bedingungen profitieren, etwa indem sie ihr Verbreitungsgebiet ausdehnen. Die Zahl der potenziellen Klimaverlierer ist jedoch deutlich höher.

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