Verdachtsflächendatei
In der Verdachtsflächendatei der Stadt Wiesbaden sind Informationen zu möglichen Boden- und Grundwasserverunreinigungen auf dem Gebiet der Landeshauptstadt gesammelt. Diese Daten werden seit Mitte der 1980er-Jahre systematisch in der Datenbank dokumentiert.
Sie umfassen kommunale Altablagerungen wie frühere Hausmülldeponien – und Gaswerksstandorte, sowie bodenrelevante Gewerbemeldungen der Landeshauptstadt Wiesbaden aus dem Gewerberegister.
Die Standorte werden im Rahmen laufender Untersuchungen und Verwaltungsverfahren überprüft. Oft zeigt sich, dass die angegebenen Adressen nur Büros und keine Produktionsstätten sind – dadurch können viele Verdachtsflächen ausgeschlossen werden.
Mit der Verdachtsflächendatei steht ein jederzeit aktuelles, zuverlässiges und fachlich qualifiziertes Werkzeug für verschiedene Aufgaben des Umweltamtes zur Verfügung:
- Auskunft an Grundstückseigentümer oder Bauwillige über mögliche Schadstoffverunreinigungen ihres Grundstücks (Rechtsgrundlage: Umweltinformationsgesetz)
- Regelmäßige Weitergabe der Daten an die Bauaufsicht zur Überprüfung der Bauanträge und frühzeitigen Information der Bauherrschaft über mögliche Schadstoffverunreinigungen (Rechtsgrundlage: Hessische Bauordnung)
- Aufstellung der Bauleitplanung (Bebauungsplan und Flächennutzungsplan) unter Berücksichtigung von Flächen mit möglichen Bodenverunreinigungen (Rechtsgrundlage: Baugesetzbuch)
- Untersuchung und gegebenenfalls Sanierung von altlastenrelevanten Standorten in kommunaler Verantwortung (Rechtsgrundlagen: Bundes-Bodenschutzgesetz in Verbindung mit dem Hessischen Altlasten- und Bodenschutzgesetz)
Dokumente
Kontakt
Altlastenverdacht von Grundstücken – Auskunft einholen
Anschrift
65189 Wiesbaden
Postanschrift
65029 Wiesbaden
Anreise
Hinweise zum ÖPNV
Haltestelle Statistisches Bundesamt; Buslinien 16, 27, 28, 37, 45, X26, 262
Telefon
- 0611 312295
- 0611 313957
Angaben zur Barrierefreiheit
- Ein barrierefreier Zugang ist vorhanden
- Das WC ist barrierefrei zu erreichen