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Umwelt, Natur und Klima

Hochwasserschutz an Bachläufen: Hochwasserüberlauf Kurparkweiher

Aufgrund extremer Wetterlagen und Klimaveränderungen mit häufiger auftretenden Starkregenereignissen tritt auch auf dem Gebiet der Landeshauptstadt Wiesbaden an Bächen manchmal das Wasser über die Ufer.

Das Ziel städtischer Schutzmaßnahmen ist, dass selbst bei einem 100-jährlichen Hochwasser Schäden möglichst gering bleiben. Vorsorgender Hochwasserschutz bleibt jedoch eine Gemeinschaftsaufgabe: Neben kommunalen Maßnahmen gilt für Eigentümer auch die Eigenverantwortung zum Objektschutz. Rund um das Kurhaus wird der Kurpark "klimafit" gemacht: Um den vermehrten Starkregenereignissen durch Klimawandel zu begegnen, wird ein Hochwasserüberlauf errichtet.

Kurhaus hinter blühenden Büschen und Kurparkweiher in der Abendsonne
Ein Blick über den Kurparkweiher hin zum Kurhaus.

Die Baumaßnahme begann im Herbst 2024 mit der Entwässerung des Kurparkweihers. Bis Ende März 2025 wird eine zehn Meter lange Überlaufschwelle errichtet, durch die überschüssiges Regenwasser über einen Kanal in den bereits vorhandenen Rambach-Kanal gelenkt wird. 

Dies trägt zum Schutz vor Überflutungen bei, wie sie auch das Kurhaus Wiesbaden ereilten. Die Bilder aus dem Jahr 2014 sind noch gut im Kopf, als durch Starkregen verursachte Überflutungen im Kurhaus und der angrenzenden Tiefgarage erhebliche Schäden anrichteten. Mit der Überlaufschwelle im Kurparkweiher sorgt Wiesbaden vor, damit sich ein solches Szenario nicht wiederholt.

Die Komplexität des Themas Hochwasserschutz machten eine intensive und längere Planungs- und Vorbereitungsphase unerlässlich. Der Schutz vor Hochwasser durch Starkregen im Kurpark ist eine von zahlreichen Maßnahmen, mit denen sich die Landeshauptstadt auf die zunehmenden Herausforderungen des Klimawandels vorbreitet. Denn Wiesbadens Bäche führen bei starkem Regen sehr schnell sehr viel Wasser, und damit steigt die Überflutungsgefahr. 

Wie die Erfahrung der Vergangenheit zeigen, ist der Rambach, der aus einem schmalen Tal fließt, besonders gefährdet. Zur Sicherstellung des Hochwasserschutzes werden parallel zum Bau des Hochwasserüberlaufs im Kurpark ein Hochwasser-Rückhaltebecken "Im langen Garten" in Rambach sowie strömungslenkende Maßnahmen am Goldsteinbach geplant. 

Baumaßnahme Schluckbrunnen: Wasser fließt wieder in den Weiher

Aber Fertigstellung des "Schluckbrunnens" im Kurpark verzögert sich noch etwas: 

Um den vermehrten Starkregen-Ereignissen, die der Klimawandel mit sich bringt, zu begegnen, wird im Kurparkweiher ein Hochwasserüberlauf errichtet. Die Überlaufschwelle und der neue Entlastungskanal für den sogenannten Schluckbrunnen unter dem Hauptzugang zum Kurpark sind bereits fertiggestellt. Auch ein tonnenschweres Betonfertigteil, das für den Übergang in den Rambach-Kanal (Verdolung) benötigt wird, liegt vor Ort bereit. Es kam witterungsbedingt zu Verzögerungen, aber wir sind jetzt in den letzten Zügen der Baumaßnahmen. Die Wiederbefüllung des Kurparkweihers aus dem natürlichen Zulauf des Rambachs hat bereits begonnen und dauert noch mehrere Wochen an. Die Grünflächen rund um den Weiher werden im April wiederhergestellt, um das Gesamtbild des Kurparks und gleichzeitig den Denk-malschutz zu wahren. 

Die derzeitigen Baumaßnahmen umfassen den technisch anspruchsvollen Anschluss der Rambach-Verdolung an den neuen Entlastungskanal, der unter dem derzeit abgesperrten Weg zwischen der Kurparkmuschel und dem Eishügel verläuft. Unerwartet hoher Wasserab-fluss in der Rambach-Verdolung hat aber den Anschluss an den Entlastungskanal erschwert. Deshalb wird in nächster Zeit ein Teil des Wassers zur Wiederbefüllung des Kurparkweihers umgeleitet. 

Daneben behinderte auch Frost die Bauarbeiten in den ersten Monaten des Jahres. So konnte der Abbau der Natursteine am Steinbruch aufgrund der winterlichen Witterungsbedingungen nicht wie geplant erfolgen – und entsprechend verzögert sich das Anbringen der Natursteinverkleidung an der Überlaufschwelle im Kurparkweiher.

Informationen und Führungen

Zur Information der Öffentlichkeit gibt es regelmäßig kostenfreie Führungen durch den Kurpark, bei denen die Arbeiten an der Baustelle erläutert werden. Weitere Infos, Termine und die Möglichkeit für die Anmeldung finden Sie auf der Seite des Kurhauses, der Link steht am Ende der Seite bereit.

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