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Stadtpolitik

Kolumne im April 2025

200 Jahre Museum Wiesbaden

Mann mit grauen Haare in Anzug mit Schlips.
Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende

Liebe Wiesbadenerinnen und Wiesbadener,

200 Jahre Museum Wiesbaden – das ist ein wahrlich besonderer Anlass, der gefeiert und gewürdigt werden will. Seit zwei Jahrhunderten fasziniert dieses Haus Menschen aller Generationen mit beeindruckenden Sammlungen und Ausstellungen. Es ist ein Ort der Bildung, der Inspiration und des Staunens – ein Ort, der Kunst und Natur ebenso wie Geschichte und Gegenwart miteinander verbindet. Unser Museum ist ein kultureller Leuchtturm der Region, eine große Bereicherung für die Stadt und ein Geschenk an die Stadtgesellschaft.

Das Museum Wiesbaden feiert in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag mit einem großen Ausstellungsprogramm. Zentraler Monat der Jubiläumsfeierlichkeiten ist der April, inklusive eines großen Festaktes: Den ganzen Monat erwartet das Publikum ein buntes Programm mit vielen besonderen Höhepunkten. An den vier April-Wochenenden ist der Eintritt frei.

Dank einer Anregung Johann Wolfgang von Goethes und bürgerlichem Engagement öffnete das Museum am 1. April 1825 seine Türen erstmals für die Öffentlichkeit. Die Exponate des Museums Wiesbaden reichen von der Prähistorie bis in die Gegenwart und gliedern sich in die Sammlung Alte Meister, Klassische Moderne, Kunst der Moderne und Gegenwart sowie die Naturhistorischen Sammlungen. Das dreiflügelige Museumsgebäude entstand nach Plänen des Architekten Theodor Fischer in den Jahren 1912 bis 1920. Nach einer tiefgreifenden Sanierung präsentiert das Museum seit Mai 2013 seine Sammlungen auf 7.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche in einem Rundgang, der die Betrachtung von Kunst und Natur ästhetisch verbindet.

Sonderausstellungen der Kunstabteilung zeigen im Frühjahr des Jubiläumsjahres Sven Drühls künstlerische und theoretische Auseinandersetzung mit der Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts, dem Erstehungsjahrhundert des Museums. Fotografien von Dirk Reinartz ermöglichen seltene die Einblicke in die Entstehung der Skulpturen von Richard Serra. Im Herbst zeigt die Abteilung für Klassische Moderne mit Feininger, Münter, Modersohn-Becker wie Kunst durch bürgerliches Engagement in museale Sammlungen gelangt. Ebenfalls wird ein besonderer Fokus auf Ilse Leda und Friedrich Vordemberge-Gildewart liegen, zumal das Museum auch Schauplatz des hoch dotierten Vordemberge-Gildewart-Stipendiums sein wird. „Louise Nevelson — Die Poesie des Suchens“ stellt die einfühlsame und materialstarke Kunst der amerikanischen Ausnahme-Künstlerin mit einer Einzelausstellung vor, deren besonderer Fokus auf Nevelsons wenig bekannten Collagen liegt.

Die Naturhistorischen Sammlungen präsentieren flankierend zur Jahresausstellung „Honiggelb“, die bis 22. Juni zu sehen sein wird, und dem neu eröffneten Sammlungsraum drei Studienausstellungen. Von den größten und kleinsten Vertretern des Tierreiches, über eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Eiern als Ursprung des Lebens und einer Aufarbeitung des Sammlungsbestands aus Kamerun bieten die Studienausstellungen vielseitige Themenschwerpunkte zur Wissensvertiefung. 

Anlässlich des Jubiläums wird die Dauerausstellung Ästhetik der Natur feierlich ab April um einen neuen Themenraum, den „Wandel“ ergänzt. Weltweit einmalig ist der Ansatz, die Natur in Themenräumen von ihrer sinnlich-ästhetischen Seite her zu präsentieren. Anhand von mehr als 6000 Tieren, Pflanzen, Minerale und Fossilien werden so die Phänomene Farbe, Form, Bewegung, Zeit und Wandel anschaulich vermittelt. Im neuen Themenraum wird verdeutlicht, dass die Natur sich in einem steten Wandel befindet, seien es die Bewegung der Kontinente, die Vielgestaltigkeit der Minerale oder die Metamorphose der Schmetterlinge. Ebenso wird der Klimawandel mit seinen Konsequenzen erlebbar gemacht. Ein besonderer Fokus liegt auf der Mitbegründerin moderner Wissenschaften, die zugleich auch eine bedeutende Künstlerin war: Maria Sibylla Merian. Ihre originalen Tierpräparate von ihrer Südamerikareise gehören zu den Schätzen in den Depots des Museums.

Herzlichst

Unterschrift - Ihr Gert-Uwe Mende

Gert-Uwe Mende
Oberbürgermeister

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