Orte des Historismus - Bergkirchenviertel
Wiesbaden ist ganz Stadt des 19. Jahrhunderts. Diese einmalige Entwicklung beruht auf der Tatsache, dass sich die heutige hessische Landeshauptstadt im Laufe dieses Jahrhunderts von einer bescheidenen Kleinstadt mit 2.500 Einwohnern im Jahr 1800 zu einer Großstadt mit 100.000 Einwohnern im Jahr 1905 gemausert hat.
Das Bergkirchenviertel
1809 begann man mit dem Ausbau der Nerostraße, um jenseits der Blicke von Gästen preiswerten Wohnraum für Bürger unterer Einkommensschichten zu schaffen. Aus diesem Grund wurden die Gebäude einstöckig und recht schmucklos erbaut. Dies ist auch der Grund für die einstöckige, recht schmucklose Bauweise. Die zwischen 1808 und 1811 entstandenen Häuser wurden im Volksmund die "Katzelöcher" genannt.
Als wegen mangelhafter Bauausführung und Abwanderung der landwirtschaftlichen Kleinbetriebe das Bergkirchenviertel zum Armutsquartier zu verfallen drohte, bemühte man sich nach einem herzoglichen Beschluss um eine solidere Bauweise und Gestaltung.
Wie auch anderen historischen Gebäuden und Stadtteilen, drohte dem Bergkirchengebiet in den 1960er Jahren der Abriss. Doch das Europäische Denkmalschutzjahr 1975 rettete die historischen Bauten. Das Viertel präsentiert sich heute hervorragend saniert.
Das Bergkirchenviertel
Weitere Informationen
Stadtarchiv
Anschrift
65197 Wiesbaden
Postanschrift
65029 Wiesbaden
Anreise
Hinweise zum ÖPNV
ÖPNV: Haltestelle Kleinfeldchen/Stadtarchiv, Buslinien 4, 17, 23, 24 und 27 sowie Haltestelle Künstlerviertel/Stadtarchiv, Buslinie 18.
Telefon
- 0611 313022
- 0611 313977
Öffnungszeiten
Öffnungszeiten des Lesesaals:
- Montag: 9 bis 12 Uhr
- Dienstag: 9 bis 16 Uhr
- Mittwoch: 9 bis 18 Uhr
- Donnerstag: 12 bis 16 Uhr
- Freitag: geschlossen