Kolumne

Februar 2010: Fastnacht in Wiesbaden
Oberbürgermeister Dr. Helmut Müller
Oberbürgermeister Dr. Helmut Müller | © wiesbaden.de

Liebe Wiesbadenerinnen und Wiesbadener,

in vielen Garagen und Hallen in Wiesbaden wird derzeit noch intensiver gehämmert, geschraubt, gesägt, gemalt und in den Wohnstuben rattern die Nähmaschinen. Dies ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass die fünfte Jahreszeit in ihre heiße Phase eintritt, denn am Sonntag, 14. Februar, pünktlich um 13.11 Uhr, setzt sich der traditionelle Wiesbadener Fastnachtsumzug durch die Innenstadt in Bewegung. Er wird auch in diesem Jahr wieder auf bunte und kreative Weise der Politik in Stadt, Land und Bund den humoristischen Zerrspiegel vorhalten und dabei satirisch die Geschehnisse des vergangenen Jahres revuepassieren lassen. Wir erwarten auch in diesem Jahr wieder 250.000 bis 300.000 Zuschauer, die dann die Straßen säumen.  Sie dürfen sich auf insgesamt 218 Zugnummern freuen, darunter 35 Musikgruppen und 55 Fahrzeuge bei denen weit über 5000 aktive Fastnachter dabei sind.

Von der eifrigen Entwicklung der Zugmotive bis zur liebevollen Umsetzung haben die zahllosen Helfer der Fastnachtsvereine tausende freiwillige Arbeitsstunden investiert, um die bunten Motivwagen und die Kostüme für die Fußgruppen fertig zu stellen. Der Jubel hunderttausender begeisterter Menschen, die am Straßenrand den Närrinnen und Narren zujubeln, ist dabei der verdiente Lohn. Ich möchte an dieser Stelle allen Helferinnen und Helfern meinen Dank aussprechen, denn sie tragen maßgeblich dazu bei, dass ganz Wiesbaden am Fastnachtssonntag im fröhlichen Ausnahmezustand ist.

Einen Tag zuvor, nach dem Kinderumzug, der ab 15.33 Uhr vom Luisenplatz zum Rathaus führt, setzen die Närrinnen und Narren an zum Sturm auf das Rathaus. Man darf gespannt sein, mit welch karnevalistischer List sie diesmal versuchen werden, die Macht in den Amtsstuben zu übernehmen. Ich hoffe dabei auf zahlreiche Unterstützer und Mitstreiter, die sich mit mir gemeinsam dem närrischen Ansturm entgegenstellen.

Seit in Wiesbaden die ersten reinen Fastnachtsgesellschaften und –vereine im Jahr 1859 gegründet wurden, hat sich in unserer Landeshauptstadt eine Fastnachtstradition entwickelt, die sich hinter den rheinischen Hochburgen nicht verstecken muss. Mit zahlreichen Veranstaltungen, Sitzungen oder Kostümbällen haben die Vereine dem närrischen Treiben in Wiesbaden ihren eigenen Stempel aufgedrückt. Bei vielen der Veranstaltungen konnte ich mich selbst davon überzeugen, dass die Wiesbadener Fastnacht äußerst lebendig ist und den närrischen Spagat zwischen Tradition und dem Humor des
21. Jahrhunderts mühelos schafft.

Ich wünsche allen Besucherinnen und Besuchern der Wiesbadener Fastnacht viel Spaß und Freude. Darauf ein dreifaches HELAU.

Ihr

Dr. Helmut Müller
Oberbürgermeister

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