Drei neue Kunstevents im NKV

Ab dem 7. Februar zeigen die Künstler Max Sudhues, Andrea Esswein und Stephan Mörsch dort bis in den April Werke und Installationen.
Ab dem 7. Februar zeigen die Künstler Max Sudhues, Andrea Esswein und Stephan Mörsch dort bis in den April Werke und Installationen.
Ab dem 7. Februar zeigen die Künstler Max Sudhues, Andrea Esswein und Stephan Mörsch dort bis in den April Werke und Installationen. | © wiesbaden.de

Am 7. Februar 2010 werden im Nassauischen Kunstverein (NKV) auf der Wilhelmstraße drei neue Kunstprojekte und Ausstellungen eröffnet. Bis zum 18. April zeigen dann Max Sudhues "Home Before Dark" und Stephan Mörsch "The House in the Middle" ihr Schaffen, Andrea Esswein "Hauptrollen" zeigt ihre Werke bis zum 4. April. Die Vernissagen finden alle am 6. Februar von 17 bis 20 Uhr im NKV statt.

Max Sudhues "Home Before Dark"

Für die Ausstellung im NKV entwirft Max Sudhues einen collageartigen Parcours aus Projektionen. Mit diversen digitalen wie analogen Mitteln der Projektion und Installationen aus Alltagsgegenständen werden die Dinge zu einer eigenständigen Bildwelt vermischt und verfremdet, die den Zug zum Absurden, Bedrohlichen, nicht mehr logisch zu Verstehenden hat. Die Ausstellung erforscht auf vielfältige Art natürliche und städtische Landschaften sowie deren Bewohner in einer Art collagiertem Projektionsparcours.

Andrea Esswein "Hauptrollen"

Die Künstlerin Andrea Esswein legt Objekte, Tiere und sogar Menschen auf den Kopierer, um aus den einzelnen abgelichteten Blättern das Bild als Collage erneut aufzubauen. Klischeehafte, aber doch verlorenen Träume, die allzu vereinfachte und emotionale Abbildung der Titelheldinnen von TV-Serien, konfuse Gefühlsäußerungen von Liebespaaren sind die Themen, mit denen sich die in Wiesbaden lebende Künstlerin auseinandersetzt. Seit 1998 legt sie Objekte, Tiere und Menschen auf den Kopierer und es entstehen Kopiegraphieserien etwa von lebensgroßen Doppelporträts von Liebespaaren, Brautkleidern oder nachgestellten Leidensszenen aus Gemälden des spanischen Naturalisten Ribera. Aus den einzelnen abgelichteten Blättern wird das Bild als Collage erneut aufgebaut.

Stephan Mörsch "The House in the Middle"

In seinen Zeichnungen und Modellen setzt sich der Künstler mit dem US-amerikanischen Film "The House in the Middle" aus dem Jahr 1954 auseinander. In diesem Jahr wird mit finanzieller Unterstützung des Industrieverbandes "Farben, Lacke, Firnisse" der zwölfminütige Aufklärungsfilm "The House in the Middle" produziert. In der Wüste von Nevada werden drei identische Strukturen in Holzrahmenbauweise errichtet, die auf einer winzigen Grundfläche alle Elemente der typischen amerikanischen Wohnhausarchitektur vereinen. Das rechte Haus ist verwahrlost, am Zaun häuft sich Unrat, an der Leine trocknet Wäsche. Das linke Haus ist aufgeräumt, nur der Außenanstrich ist schadhaft. Das Haus in der Mitte ist im tadellosen Zustand. Alle drei werden der Energie einer Atombombe ausgesetzt...

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